Urban gardening – die Lösung?

Ein Text von Marc Sonderegger: Die unterschiedlichste Herkunft der durch unsere Gesellschaft konsumierten Nahrungsmittel kennen wir heute hin den meis-ten Fällen nicht mehr. Erdbeeren und Toma-ten kommen aus Spanien, Paprika aus Südamerika und Zitronen aus Indien. Leider ist ein Import dieser Lebensmittel aus Niedrig-lohnländer aus Kostengründen vorteilhaft geworden. Warum übertragen wir Grossunternehmen, welche riesige Monokulturen anlegen und zum Schutz ihrer Felder vor In-sekten und Bakterien Chemikalien einsetzen, unsere Nahrungsmittelversorgung statt selber, Du und ich, Hand anzulegen? Selten besitzt man im Zentrum einer Stadt einen Garten, doch in den Agglomerationen grosser Städte besitzen viele einen solchen, hauptsächlich rasenbewachsenen. Heutzuta-ge ist es ein Leichtes, einen kleinen Gemüse-garten anzulegen und darin sein Gemüse und seine Früchte jahrein, jahraus gedeihen zu lassen. Mit welchen Vorteilen? – Je nach Grösse des Gemüsegartens lässt sich die Menge der geernteten Früchte und Gemüse sehen und die Haushalt-kasse kann entlastet werden. Dies verkürzt den Kassenzettel im Einkaufszent-rum und wird es dir vielleicht später ermöglichen, weniger zu arbeiten und dir mehr Zeit für deinen Gemüsegarten und deine Familie freimachen. – Stell dir doch ein Quartier vor, wo jeder seinen kleinen Gemüsegarten hat: automatisch werden die Leute untereinan-der Ideen austauschen, um sich bei-spielsweise zu perfektionieren. Solche Kontakte können zur Verbesserung der Lebensqualität in einem Quartier beitragen. – Die Produkte des eigenen Gartens sind unbehandelt und deshalb sicher gesünder! Heutzutage gibt es ebenfalls Alternativen zu einfachen Gemüsegarten: die „Aquaponik“, ein symbiotisches System zwischen Fischen und Pflanzen. Vom Basiskonzept her eher einfach: In einem wassergefüllten Behälter lebt eine ganz bestimmte Fischsorte. Daneben werden beliebige Pflanzentriebe in Be-cken gesetzt. Die nährstoffreichen, im Was-ser aufgelösten Exkremente der Fische wer-den zum Bewässern der Pflanzen verwendet. Die stickstoffreichen Nährstoffe im Wasser werden von den Pflanzen aufgenommen, das Wasser dadurch gereinigt und wieder den Fischbehälter zurückgeführt. Der riesige Vorteil dieses Systems liegt darin, dass man sowohl Gemüse ernten, als auch später die grossgewachsenen Fische essen kann. Dazu wird gesamthaft nur sehr wenig Wasser und fast kein Strom verbraucht. Zahlenmässig ergibt dies laut dem Autor von www.backyardaquaponics.com nach sechs Monaten eine Produktion von 50 kg Fisch und etwa 100 kg Gemüse auf einer Fläche von 8 x 4 m. In Anbetracht dieser Tatsachen erhält das „urban gardening“ eine völlig neue Dimension und kann von jedermann praktiziert werden. Sogar Leute, welche im Stadtzentrum einen Balkon besitzen sind in der Lage, ein solches System zu installieren und zu betreiben.
http://inhabitat.com/aquarium-garden-transforms-any-fish-tank-into-a-lush-ecosystem/
http://inhabitat.com/
Worauf warten wir also? Für weitere Informationen hierzu klicke auf: L’image à la une vient de: http://www.aquaponicssystems.net/

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